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FREIE WÄHLER Hessen fordern modifizierte und zukunftsträchtige Energiepolitik

Engin Eroglu

Engin Eroglu, Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hessen und hessischer Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, betrachtet eine sichere und bezahlbare Energieversorgung als eine große Herausforderung für ganz Deutschland. Den Atomausstieg forderten die FREIE WÄHLER schon lange vor den schrecklichen Ereignissen in Fukushima. Seit Jahren machen sie sich stark für garantierte Vergütungssätze einschließlich einer Begrenzung nach oben im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

"Wir halten eine zuverlässige, dezentrale Energieversorgung für essentiell. Das heißt, dass wir eine dezentrale Energiegewinnung aus regenerativen Quellen anstreben, bei der die Wertschöpfung so weit wie möglich in den Regionen verbleibt. Wichtig ist uns dabei, dass die Energiewende ideologiefrei betrieben wird. Wir wollen eben gerade nicht, dass weiterhin Millionen an Energiekonzerne gezahlt werden, sondern fordern ganz konkret die Förderung von Bürgeranlagen und Hauseigentümern", so Eroglu.

Durch diese dezentrale Energiegewinnung würden auch unsinnige Großprojekte wie der Ausbau von länderübergreifenden oder grenzüberschreitenden Höchstspannungsleitungen oder der Bau von Stromtrassen über hunderte von Kilometern quer durch das ganze Bundesgebiet überflüssig, die sich zudem auch noch nachteilig auf die kommunalen Belange in den jeweiligen Regionen vor Ort auswirkten. "Hier ist es den FREIE WÄHLER aus exakt diesen Gründen gelungen, die Überland-Hochspannungstrasse Südlink zu verhindern", konstatiert Eroglu. Als wesentlich sieht der hessische Landesvorsitzende auch die Rückholung der Höchstspannungsnetze in die öffentliche Hand, um vollständig staatlich kontrolliert die Zukunftsfragen des Netzausbaus beantworten zu können.

Auch müsse viel mehr in die Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien investiert werden, um beispielsweise endlich auch valide Daten zum realen Nutzen von Windkraftanlagen sowie deren "Nebenwirkungen" erhalten zu können. Langzeitstudien müssten hierbei verschiedene Aspekte berücksichtigen, vom Ertrag über Umweltschutz bis hin zu gesundheitlichen Risiken für Anwohner.

"Es kann nicht sein, dass wirtschaftliche Interessen vor dem Schutz von Anwohnern stehen", betont Eroglu. Er verweist auch auf die vielerorts wohlwollende Auslegung von Studien, die meist nur verkürzt wiedergegeben würden, wodurch potentielle Risiken im öffentlichen Diskurs einfach nicht zur Sprache kämen. Dies führe, so der Landesvorsitzende, dazu, dass es in Deutschland keine einheitliche Regelung zu den Bebauungsrichtlinien gäbe, sondern dies länderspezifisch entschieden würde.

"Hier gilt es, den Verantwortlichen die Rote Karte zu zeigen und endlich eine ideologiefreie, dezentrale Energiewende aus regenerierbaren Energien herbeizuführen! Wir fordern endlich einheitliche und eindeutige Gesetze. Ein besserer und vor allem bundesweit einheitlicher Schutz für Anwohner ist längst überfällig. Auch der Umweltschutz bzw. der Schutz ökologisch einmaliger Regionen – wie in Nordhessen der Nationalpark Kellerwald-Edersee – müssen endlich Berücksichtigung finden. Sie dürfen nicht den wirtschaftlichen Interessen der Lobbyisten zum Opfer fallen!", so Eroglu. Die bereits erzeugte Windenergie an Nord- und Ostsee gilt es sinnvoll zu nutzen: "Dieser vor der Küste erzeugte Strom könnte dafür genutzt werden damit in Norddeutschland Kohlekraftwerke abgeschaltet werden könnten."

Es sei den Bürgerinnen und Bürgern nicht vermittelbar, dass das Landschaftsbild zerstört, das ökologische Gleichgewicht kräftig ins Wanken gebracht und auch noch das physische und psychische Wohlbefinden der Anwohner gefährdet würde, wenn die dort vorhandene Windkraft jeglichen Kosten-Nutzen ad absurdum führe, so der Landesvorsitzende.

Jede Form von Umweltschäden und -verschmutzung bedeute immer mehr als die bloße Zerstörung von Natur: "Umweltschäden stellen auch ein riesiges Risiko für die Gesundheit von Menschen dar. Dies sind beides zu berücksichtigende Kostenfaktoren, die letztendlich vom Bürger getragen werden müssen," unterstreicht Eroglu.

Darum plädiert er dafür, das Thema endlich ehrlich aufzugreifen. "Eine dezentrale Energieversorgung ist möglich und machbar und durch weit mehr Alternativen als einzig Windkraftanlagen realisierbar", so Eroglu abschließend.



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