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FREIE WÄHLER gestalten Wahlkampfauftakt im Lahn-Dill-Kreis

Das Spitzenduo der Landesliste mit den Kandidierenden des Wahlkreises 17 (Lahn-Dill II): Engin Eroglu, Laura Schulz, Sascha Skopko, Karlheinz Skopko (vlnr)

Münchholzhausen (12.05.2018). — Hochranging besetzt war die Auftaktveranstaltung der FREIE WÄHLER im Lahn-Dill-Kreis. Neben der zur Landtagswahl antretenden Doppelspitze, bestehend aus dem hessischen Landesvorsitzenden Engin Eroglu und der Vorsitzenden der JUNGE FREIE WÄHLER Laura Schulz, waren auch die Direkt- und Ersatzkandidierenden des Landkreises Lahn-Dill mit von der Partie.

Pünktlich eröffnet wurde die Versammlung um 18 Uhr von Rudolf Schulz, dem „Gesicht“ der „Strabs-Aktion“ (www.strabs-hessen.de). Der stellvertretende Bundes- und Landesvorsitzende der FREIE WÄHLER sprach vor den gut gefüllten Reihen in Münchholzhausen einleitend zur Spaltung, die durch die Straßenausbaubeiträge in Hessen herbeigeführt werde. Es könne nicht angehen, so der aus Obertshausen stammende Schulz, dass die Kosten für die Straßenerneuerung ausschließlich den Anwohnerinnen und Anwohnern aufgebürdet würden, schließlich nutzen diese die Straßen ja nicht alleine.

Dem pflichtete auch der heimische Wahlkreiskandidat Sascha Skopko bei und ergänzte: „Straßen sind Bestandteil der Infrastruktur und somit der Daseinsvorsorge. Daher müssen die Straßenausbaubeiträge ganz klar von der staatlichen Hand bedient werden.“ Dies gelte auch für das „Gallische Dorf“, ergänzte Engin Eroglu und stelle damit klar, dass sich die FREIE WÄHLER mit ihrer Petition zur „Abschaffung der Straßenbeiträge in Hessen“ auch für Münchholzhausen und Wetzlar stark machten, wenngleich hier zum Teil die Bagger auch schon ihren Dienst aufgenommen hätten. Laura Schulz ging noch einen Schritt weiter und erklärte: „Wenn wir die Straßenausbaubeiträge abschaffen, dann auch rückwirkend für die letzten drei Jahre.“ Schließlich könne es nicht angehen, dass diejenigen, bei denen die Bagger erst im Oktober anrollten, kostenfrei blieben, wohingegen der anrückende Bagger im März Kosten im oftmals hohen fünfstelligen Bereich verursache.

Nach dieser Aussage lief das Podium förmlich zur Hochform auf, bewegte sich die Diskussion doch nun inmitten eines sehr breiten Themas: dem der sozialen Ungerechtigkeit, das Rudolf Schulz schon in seiner Eröffnung angeschnitten hatte. Karlheinz Skopko, der seinen Sohn als Ersatzkandidat tatkräftig unterstützt, echauffierte sich über die ohnehin marode Verkehrsinfrastruktur, die nach der fast 20-jährigen CDU-Regierung überall anzutreffen sei. Kaputte Straßen, bröckelnde Brücken – das sei die eine Seite der Medaille. Doch die andere Seite sehe kein Stück besser aus. Statt Unsummen in den Länderfinanzausgleich zu stecken, damit sich andere Bundesländer eine Gebührenbefreiung ihrer Bürgerinnen und Bürger bei verschiedenen Projekten leisten können, sollte doch die Politik dafür sorgen, dass Hessen auch weiterhin lebenswert bleibe, ergänzte Eroglu. Dem pflichtete auch Arnika Lutz bei, die stellvertretend für den erkrankten Jürgen Kummer (Direktkandidat Wahlkreis 16, Lahn-Dill I) sprach. Sie erweiterte Skopkos Aussage thematisch um die insgesamt brachliegende soziale Infrastruktur, in der in weiten Teilen dringende Abhilfe nötig sei. Diese Ansicht teilte auch die Doppelspitze, Laura Schulz und Engin Eroglu, die unisono klarstellten: „Hessen braucht einen Wandel, Hessen braucht eine sozialere Politik!“ Es sei ganz egal, ob man sich die Straßenausbaubeiträge, die gebührenfreie Bildung, die Energiewende oder auch den Umweltschutz anschaue, die Landesregierung mache offensichtlich nur noch Politik für die „Großkopferten“. Normale Bürgerinnen und Bürger blieben weithin auf der Strecke. „Die FREIE WÄHLER werden hier eine Kehrtwende vollziehen und Hessen wieder zu einem gerechteren Land machen“, so Eroglu und Schulz abschließend.

Diskutierten angeregt über Strabs, Infrastruktur und soziale Gerechtigkeit: Arnika Lutz, Engin Eroglu, Rudolf Schulz, Sascha Skopko, Laura Schulz, Karlheinz Skopko (vlnr)



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