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Fachärztemangel in den Städten angekommen

Dr. Erhard Römer (l.) und Engin Eroglu, Europaabgeordneter und Landesvorsitzender der FREIE WÄHLER Hessen.

Dass der Mangel an Fachärzten kein reines Problem des ländlichen Raums ist, konnte Engin Eroglu, Europaabgeordneter und Landesvorsitzender der FREIE WÄHLER Hessen, am Wochenende in Erfahrung bringen. In Frankfurt am Main besuchte Eroglu den Gynäkologen Dr. Erhard Römer in seiner Praxis und ließ sich über die drängendsten Probleme der Fachärzte unterrichten. Römer erklärte Eroglu, dass eine gewisse kurzfristige Verbesserung durch eine massive Entbürokratisierung der Abrechnungsverfahren zu erreichen wäre. Die bestehenden Verkrustungen und Erhalt von Machtstrukturen gehörten hinterfragt und aufgelöst mit dem Ziel, dem Arzt mehr Zeit für sein ärztliches Handeln zu erwirken.

Dr. Römer fordert außerdem, dass das Medizinstudium mehr Studierenden ermöglicht werden müsse, um dem zukünftig noch zusätzlich zunehmenden Ärztemangel entgegen zu steuern.

Dr. Römer sitz auch als Stadtverordneter der FREIE WÄHLER im Frankfurter Römer.

Nach seinem Besuch stellte Eroglu fest, dass es selbst in Großstädten wie Frankfurt inzwischen zu einem erheblichen Fachärztemangel komme: „Patientinnen und Patienten müssen selbst im urbanen Raum mit langen Wartezeiten für einen Termin beim Facharzt rechnen und Anfahrten quer durch die Stadt in Kauf nehmen. Für das Arzt-Patienten-Verhältnis ist das frustrierend, weil die immer weniger werdenden Ärztinnen und Ärzte sich immer weniger Zeit für den Patienten nehmen können.“

Eroglu erkennt hier eine Entwicklung im medizinischen Bereich, die er nicht gutheißen kann: „Medizinische Versorgung darf niemals zum Fließbandgeschäft werden bei dem es um hundertprozentige Effizienz geht! Arzt und Patient brauchen Zeit für Gespräche!“

Zur Verbesserung der Situation sieht Dr. Römer auch die kassenärztliche Vereinigung in der Pflicht: „Statistisch mag die Versorgung mit Fachärztinnen und -Ärzten ausreichend sein, tatsächlich ist in vielen Bereichen aber in Zweifel zu ziehen, dass in den Städten ausreichend Facharztpraxen für die Bevölkerung zur Verfügung stehen. Hier muss die kassenärztliche Vereinigung mit der Zulassung von Ärzten gegensteuern!“

„Mit der ärztlichen Versorgung in Hessen steht es nicht zum Besten und dies ist fraglos ein gesundheitspolitisches Versagen der schwarz-grünen Landesregierung! Das Gesundheitssystem ist eine lebensnotwendige Grundlage der Daseinsvorsorge, für deren Funktionieren und Ausbau der Staat Sorge zu tragen hat!“, erklärt Engin Eroglu abschließend.




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