Wegen der enormen Kostensteigerungen der jüngsten Zeit fordern die FREIE WÄHLER Hessen eine sofortige Entlastung der hessischen Familien durch Gebührenfreiheit der Krippen und Kitas. „Es kann nicht sein, dass in vielen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Berlin die Krippen und Kitas gebührenfrei sind, in Hessen Familien aber damit belastet werden. Wir brauchen gute Bildung, die gebührenfrei ist!“, sagt Engin Eroglu, Mitglied es Europäischen Parlaments und Landesvorsitzender der FREIE WÄHLER Hessen am Donnerstag.

 

Die FREIE WÄHLER haben es in Hessen durch ihr Volksbegehren „Kita-Frei“ erreicht, das genügend große Öffentlichkeit erzeugt wurde, so dass nun immerhin für Kinder ab drei Jahren täglich sechs Stunden Kita-Betreuung vom Land übernommen werden. Für Engin Eroglu muss nun der nächste Schritt gemacht werden: „Die aktuelle Lage erfordert es, dass es ab dem ersten Lebensjahr gebührenfreie Betreuung in Krippen und Kitas für täglich acht Stunden geben muss!“

 

Letztendliches Ziel der FREIE WÄHLER ist es, Bildung bis zum ersten Abschluss kostenfrei anzubieten. Damit wollen die FREIE WÄHLER mehr Bildungsgerechtigkeit erreichen. Dazu muss das Kooperationsverbot zwischen Bund und Land im Schulbereich aufgehoben werden. „Der Bund muss Bildung mitfinanzieren!“, so der Landesvorsitzende.

 

Für die FREIE WÄHLER Hessen ist es elementar, dass in Krippen, Kitas und Schulen gut ausgebildete pädagogische Fach- und Lehrkräfte eingesetzt werden. „Die hohe Zahl an Quereinsteigern und Quereinsteigerinnen an Grundschulen, die derzeit ohne ausreichende pädagogische Kenntnisse unterrichten, muss dringend zurückgefahren werden. Ein Pädagogikstudium muss Mindestvoraussetzung sein. Auch der Einsatz von Eltern als Hilfslehrer ist wenig zielführend“, bemängelt Eroglu.

 

Um einen problemlosen Übergang von der Kita zur Grundschule zu gewährleisten, fordert die Partei das letzte Kita-Jahr zur Pflicht zu machen. „So wird zum einen sichergestellt, dass alle Kinder vor Eintritt in die Grundschule die gleichen Deutschkenntnisse besitzen, zum anderen können alle einheitlichen Elemente der frühkindlichen Bildung vermittelt werden,“ erklärt Engin Eroglu.

 

Abschließend unterstreicht Eroglu seine Forderungen mit dem Appell, Bildung endlich als Prozess zu verstehen, für den die Politik die nötigen Rahmenbedingungen schaffen müsse. Und das gehe nur mit gebührenfreier Bildung, Erziehung und Betreuung in hoher Qualität ab dem ersten Lebensjahr.